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welcher Tennisschläger paßt zu meinem Spiel ???

... das eigenen Spielvermögens richtig einzuschätzen ist sehr schwierig, jedoch auch von großer Bedeutung für die Wahl eines passenden Tennisschlägers, der Ihr Spiel ja optimal unterstützen soll. Am Besten fragen Sie Ihren Trainer, oder auch einen erfahrenen Spieler, wie er sie beurteilen, in welche der folgenden Klassen er Sie einteilen würde. Diese Klassifizierung hilft Ihnen bei der Vorauswahl der Tennisschläger, so daß Sie sich beim Testen z.B. auf Rackets der Rahmenstärke 23 - 25 mm konzentrieren können (Medenspieler), um das Testen selbst kommen Sie erfahrungsgemäß nicht herum.


... so beschreiben Spieler einen Tennisschläger

Bei der Bewertung eines Tennisschlägers haben wir zwei Möglichkeiten:

1. subjektive Einschätzung von Spielern aus verschiedenen Leistungsklassen. 
   Diese Methode beschert uns Angaben wie:

  • dieser Tennisschläger spielt mit
  • jener Tennisschläger ist tot
  • der Dritte ist präzise u.s.w



2. physikalische Angaben: Gewicht, Balance, Steifigkeit, Größe, Läge, Breite,
    Swing-Weight, Bespannungsart, usw.

Ein erfahrener Spieler ist fähig physikalische Schlägereigenschaften grob einzuschätzen, vermag darüber hinaus aber auch, die für ein erfolgreiches Spiel wichtige Anzeige "Gefühl für den Ball" u.s.w. einzuordnen. Es existiert bis heute kaum eine gesicherte Korrelation zwischen Spiel und Laboreinschätzung. Es wird von uns vermutet, dass sich das System Tennisschläger bei verschieden hohen Energieumsätzen verschieden verhält. Nur so ist z.B. erklärbar, dass Profispieler nach wie vor auf sehr harte Tennisschläger verzichten, da die gewünschte Längenkontrolle nicht ausreichend über eine härtere Bespannung auszugleichen ist. Der physikalische Grund liegt im Zusammenwirken von zwei progressiv arbeitenden Federn (Ball und Saite) mit einem linear sich verformenden Schlaegerrahmen.

Die heute auf dem Markt befindlichen Tennisschläger unterscheiden sich in der Hauptsache durch unterschiedliche Größen und Formen, Materialien, Besaitungsmuster und Anzahl der Saiten. Materialeigenschaften wirken sich auf die Haerte und damit auch auf die Beschleunigung des Tennischlägers aus. Die Haerte kann im Fachhandel auf dem RA-Testgerät geprüft werden. Die RA-Werte liegen zwischen 40 = weich und 90 = extrem hart.


Physikalische Grundlagen

Das Federsystem Ball Der Ball ist ein entscheidender Faktor beim Wirkungsgrad des Tennisschlägers. Der Wirkungsgrad wird definiert durch das Verhältnis von kinetischer Energie des Balls zur kinetischen Energie des Schlägers. Der Wirkungsgrad ist immer kleiner 1 und wird üblicherweise in Prozent angegeben. Die Deformation des Balles ist zum größten Teil als Verlustenergie zu Buchen, während die Saitendehnung fast zu 100% wieder in kinetische Energie des Balles umgesetzt wird.

Wäre der Tennisball eine Billardkugel und der Schläger eine Stahlkonstruktion, dann hätte die Saitenvorspannung keinen Einfluss auf die Ballgeschwindigkeit, diese würde bei gleichem Energieinput auch gleich bleiben. Nur die Kontaktzeit würde sich bei einer härteren Vorspannung verkürzen. Es gelten folgende Proportionen:

a) Härtere Saitenvorspannung = mehr Balldeformation = langsamer Ball

b) Weichere Saitenvorspannung = weniger Balldeformation = schneller Ball

Für den professionellen Spieler gilt diese Proportionalität nicht für alle Fälle, da der Ball ab einer gewissen Deformation sich wie eine progressive Feder verhält. In dem Fall, das durch die hohe Energieübertragung (Topspeed) der Ball praktisch nicht mehr weiter komprimierbar ist, wird auch eine höhere Saitenvorspannung den Ballflug nicht über zusätzliche Balldeformation verlangsamen können.


Kunstsaite - Darmsaite?

Eine oft gestellte Frage ist, ob Naturdarm oder Kunstsaite verwendet werden soll. Genaue Messungen haben bereits vor Jahren erbracht, dass Darmsaiten, die im Schlä-ger vorgespannt sind, sich durchschnittlich bei 3 kg Aufprallenergie 1 % dehnen, wenn sie ideal vom Ball in der Mitte getroffen werden. Bei gleicher Vorspannung ist bei Kunstsaiten ein Ballaufprall von ca. 6 kg notwendig, um auch eine Dehnung von 1 % zu erreichen.

Diesen Vorteil hatte die Darmsaite besonders im Kleinkopfschläger (470 cm² Schlagfläche), da hier die punktuelle Reaktionsfähigkeit der Saite gefragt war. Die Naturdarmsaite konnte dieses durch ihren nicht verklebten, multifilamenten, verdrillten Aufbau leisten. Grundsätzlich ist zu sagen, dass man mit einem geringen finanziellen Aufwand mit der Kunststoffsaite seinen Schläger genauso effektiv abstimmen kann, um die gleichen optimalen Resultate einer Naturdarmsaite zu erreichen.

Dabei mögen im Versuch, die richtige Spannung für sein Spiel zu finden, ein paar Kunststoffsaiten geopfert werden müssen. Dieses Opfer wird bereits sehr schnell wieder eingespart, wenn man bedenkt, dass die Haltbarkeit der Kunstsaiten die der Natursaiten um vieles übertrifft. Auch sind Kunststoffsaiten vollkommen wetterunempfindlich. Es ist jedoch vorteilhafter, Kunstsaiten nicht extrem hohen oder niedrigen Temperaturen auszusetzen, damit die Spannung solange wie möglich erhalten bleibt.

mehr zum Thema Saiten auf den "Saiten-Seiten"


Belastungsgeometrie

Beim heutigen Tennisschläger (630 cm² für den professionellen Einsatz) ist die Situation etwas anders. Die Saitenebene reagiert heute progressiv. Durch die deutlich größere Länge der Saiten tritt bei kleinen Energieumsätzen schon eine Auslenkung der Saite auf.

Mit zunehmender Ausformung, durch hohe Energieumsätze, zum "V", wird die Saite in eine günstigere Position gebracht und die Federeigenschaft wird progressiv härter. In diesem Bereich der Belastung unterscheiden sich Darmsaiten von Kunstsaiten genauso wie Kunstsaiten untereinander.


Vorspannung

Großen Einfluss auf die Schlagwirkung hat die härte Besaitung. Verständlich, wenn man bedenkt, dass nur die Besaitung Kontakt mit dem Ball hat. In Verbindung mit der Besaitung müssen wir zwei Energiequellen berücksichtigen:

1. die Energie des ankommenden Balles

2. die durch den Tennisschläger in den Schlagbewegungen erzeugte Energie

die ankommende Energie verbraucht sich, durch Deformation des Balles indem sie als Wärme abgeleitet wird. Der Ball wird nun hauptsächlich durch die im Schlag angewandte, vom Spieler erzeugte Energie beschleunigt. Diese Beschleunigung wird vom Spieler kontrolliert, da er die Schlaghärte bestimmt. Die Kontrolle wird erheblich gesteigert, auch bei schnellen oder sehr schnellen Bällen, solange die Tennisschläger - Saiten hoch vorgespannt sind. Natürlich muss man etwas mehr Schwung erzeugen, da der Trampolineffekt (Energie des Gegners), der beseitigt ist, nicht mehr ausgenutzt werden kann. Nachdem Ballkontrolle in allen Spielsituationen die Grundlage des perfekten Tennisspiels ist, kann man im modernen Hochleistungstennis auf diese Vorteile nicht verzichten.


Der Tennisschläger - Rahmen


Schlagflächenschwerpunkt

Der optimale Reaktionspunkt der Besaitung liegt dort, wo die beiden längsten Quer- und Längssaiten auf einander treffen. Hier sind Ballbeschleunigung am größten und BalIkontrolle am besten. Im Besaitungszentrum wird der Ball maximal zurückgeschleudert. Um diesen optimalen Reaktionspunkt herum baut sich die Sweetzone (Sweetspot) auf. Je größer die Schlagfläche ist, umso größer ist die Sweetzone. Dabei bestimmt die Form des Rahmenkopfes auch die Form der Sweetzone.
Das geometrische Zentrum der Schlagfläche liegt im Flächenschwerpunkt. Bei einer reinen elliptischen Form liegt dieser in der Hälfte der längsten Längssaite und der Hälfte der längsten Quersaite. Jeder Spieler versucht den Ball intuitiv dort zu treffen.


Jedes Racket gerät beim BalIkontakt ins Schwingen. Das bedeutet, dass der Tennisschläger-Rahmen je nach Gewicht, Länge, Biegefestigkeit etc. unterschiedliche Eigenschwingungen aufweist. Der Schwingungsknoten ist der Punkt, an dem keine bzw. nur geringe Eigenschwingungen beim BalIkontakt auftreten.


der Stoßpunkt (dynamische Steifigkeit)

Die Lage dieses Zentrums ist abhängig von Verhältnis der translatorischen zur rotatorischen Bewegung. Die maximale Position bei reiner Translation liegt im statischen Balancepunkt. Bei reiner Rotation und homogener Masseverteilung liegt dieser Punkt ca. 52 cm vom Griffende entfernt. Nur im Stoßpunkt wird die Energie die entsteht, wenn man den Schläger um einen Drehpunkt, Handmitte, in Bewegung setzt zu 100% in Schlagenergie umgewandelt. Das bedeutet, dass in diesem Punkt der Ball beim Schlagen optimal beschleunigt wird.

Sicher ist, dass der ideale Energieübertragungspunkt in der Mitte der Besaitung sein sollte, dort, wo die Besaitung am schnellsten reagiert. Hier würden beide Reaktionspunkte zusammen auf den Ball Einfluss nehmen und die erzeugte Energie vibrationsfrei auf den Ball übertragen. Ein Tennisspieler empfindet den idealen Reaktionspunkt der Masse im Unterbewusstsein und wird automatisch diesen Punkt im Schläger gegen den Ball schwingen.

Bei herkömmlichen Tennisschlägern kann man feststellen, dass der Reaktionspunkt oft sehr nahe in Richtung Schlägerherz liegt, da wo die Besaitung sich meistens unterhalb der Saitenmitte schneller verbraucht, als es in der Mitte der Besaitung der Fall ist. Nachdem unser angeborener Verstand sich bemüht, mit der Mitte einer Fläche zu schlagen, entsteht zwischen diesen beiden natürlichen Reaktionen im Spieler ein Zwiespalt. Wenn diese zwei Reaktionspunkte im Tennisschläger zusammenfallen, wird in der Reaktion des Spielers keine Diskrepanz entstehen und der Ball mit der Mitte der Besaitung leicht getroffen werden.


Jeder kennt die Erfahrung, dass der Spielbereich eines Tennisschlägers kleiner als dessen Bespannungsfläche ist. Für extrem falsch getroffene Schläge fällt einem der Ball fast vor die Füße.


Die andere Möglichkeit ist den Ball im Sweetpoint zu treffen. Wir alle haben dieses Vergnügen mehr oder weniger häufig, kennen den Effekt aber genau. Der Ball verursacht absolut keine Rückstellkräfte in der Hand und es geht eine Granate ab, die man gerne in Zeitlupe sehen würde. Dieses Erlebnis ist relativ selten, da dieser Punkt je nach Art der Schlagbewegung an anderer Stelle liegt. Die größere Bedeutung für das Tennisspiel hat die Sweetzone, die dadurch beschrieben wird, dass die Ballgeschwindigkeit V2 innerhalb der Zone nicht kleiner als 50 % der maximalen Ballgeschwindigkeit ist. Die Größe der Sweetzone ist proportional zur Größe der Schlagfläche.


  Vibration

 Einen bei jedem Schlag vollkommen vibrationsfreien Tennisschläger herzustellen ist unmöglich, da ein solcher Tennisschläger auch bei falsch getroffenen Bällen optimal die Kraft übertragen müsste. Physikalische Gesetze machen das unmöglich.

Ein Schläger muss jedoch so konstruiert sein, dass er dort, wo unsere Intelligenz und unser angeborener Instinkt uns den Ball schlagen lässt, in der Mitte der Schlagfläche, den Vibrations-knotenpunkt haben muss. Wenn Sie diesbezüglich Ihren Tennisschläger testen wollen, so greifen Sie diesen leicht im Vibrationsknoten am Herz-Ende des Griffes und lassen ihn herunterhängen. Klopfen sie nun mit einem Ball die Schlagfläche ab.

An einer gewissen Stelle werden Sie feststellen, dass keinerlei Vibration entsteht. Je näher Sie dem Rand der Besaitung kommen, umso größer wird die Vibration. Ein richtig konstruierter Tennisschläger hat den Vibrationsnullpunkt im Flächenschwerpunkt der Besaitung. Bei richtigem Treffen des Balles entsteht keine Vibration der Oberschwingung,

... die auf die Armmuskulatur ermüdend einwirkt. Dieses nicht Vibrieren zeigt dem Spieler taktil an, dass er in der richtigen Stelle getroffen hat. Trotzdem entsteht eine Vibration in der Frequenz der Grundschwingung.

Sie wird aber nicht gefühlt, da die Schwingungsknoten dieser Vibration im Anfang und im Ende des Tennisschlägers, also einer in der Hand des Spielers, liegen.


Vibrationsdämpfung

Die Details zur Dämpfung sind bekannt, Prävention ist besser denn heilen. Man begnügt sich oft mit dem Versuch, die unerwünschte Vibration zu dämpfen. Dies mit mäßigem Erfolg, denn Energie muss verbraucht werden, sie löst sich nicht einfach auf.

Im modernen Tennisschlägerbau wird durch das kontrollierte Verteilen der Idealreaktions-Punkte, der Besaitung und der Kraftübertragung durch das Tennisschläger-Gewicht, eine hohe Senkung der Vibration dadurch erreicht, dass weniger überschüssige Energie entsteht, die durch Vibration verarbeitet werden muss. Der Ball ist der beste Vibrationsdämpfer! Der so genannte "satte Schlag" entsteht auch, wenn man nicht genau in der Mitte getroffen hat. Siehe auch bei der oben beschriebenen Sweetzone.


 
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